Die Inkarnation - Robert Braunschweig

Robert Braunschweig
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Die Inkarnation

 
Die Inkarnation

Jeder Mensch kann übersinnliche Wahrnehmungen haben, man muss sie nur erkennen und zulassen.

Ich denke, ich kann meine Fähigkeit, übersinnliche Erfahrungen zu sehen, nur in meinem früheren Leben entwickelt haben.

Ich glaube, dass ich in diesem früheren Leben eine Art Gelehrter und Religionsführer war, der sich mit geistigen Dingen befasste und mit mehreren Frauen zusammenlebte. Ich kann das Haus zeichnen, in dem ich lebte – es hat nichts mit schweizerischer Bauweise zu tun. Ich kann nicht sagen, wann ich genau wo gelebt haben könnte. Ich bin viel gereist und habe verschiedene Weltgegenden kennen gelernt. Ich bin dem Ort, wo ich früher gelebt haben muss, noch nicht begegnet. Ich weiss aber, dass ich spüren werde, sollte ich diesen Ort in meinem aktuellen Leben antreffen. Die Erinnerung an die Art meines Lebens ist keine Vorstellung, sondern entsteht aus der Qualität des Zurück-Sehens in der Raumzeit. Über den Verbleib des Geistes zwischen damaligem und heutigem Leben habe ich keine Informationen.

Viele Religionen sprechen von Re-Inkarnation, und viele Menschen glauben daran. Reinkarnation bedeutet, dass ein schon vorhandener Geist aus einem früheren Leben in einem neuen menschlichen Körper wieder zur Welt kommt.

Es kann sein, dass er deshalb Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringt, die ihm an bestimmten Stellen seines neuen Lebens wieder bewusst werden und vor Augen treten. Einfacher gesagt, kann es auch als Unterbewusstsein und Instinkt bezeichnet werden. Dieser Instinkt wird oft als genetisch vererbt angesehen.

Bei der Zeugung eines Kindes sind drei Dinge die Voraussetzung. Die Befruchtung des weiblichen Eis mit dem männlichen Samen, die Beseelung und die Inkarnation eines Geistes. Der neue Körper braucht die Seele und den Geist, um als Individuum zu existieren.

Woher kommt der Geist?

Wer bestimmt, welcher Geist in welchem Körper wiedergeboren wird?

Ist die Zukunft eines jeden Geistes bestimmt und wenn ja, von wem?

Kann es sein, dass Menschen einfach nicht bemerken, dass sie in ihrer zweiten, dritten oder x-ten Existenz leben?

Ich kann mir vorstellen, dass der Geist erst in einen fertigen Körper „wandert“ und zwar in dem Augenblick, der auch dem Weichen des Geistes am Lebensende am Ähnlichsten ist: beim Durchschneiden der Nabelschnur und mit dem ersten Schrei und Atemzug des Kindes, wenn es aus der warmen Fruchtwasserhöhle in die kalte Atmosphäre gezwungen wird. Diese These könnte erklären, warum viele Kinder zwar die Gene ihrer Eltern haben, sich sonst aber in ihrer Entwicklung und ihrem Verhalten deutlich von ihnen unterscheiden. So wie meine Eltern meine Fähigkeiten nicht nur nicht gesehen, sondern sogar verlacht hatten. Das heisst, die Eltern wissen nicht, welche Reinkarnation das Kind, das soeben zur Welt gekommen ist, in sich tragen kann und die Verbindung kann erst zu Tage treten, wenn der sich entwickelnde Mensch die entsprechenden übersinnlichen Wahrnehmungen erkennt und annimmt.

Die Astrologen scheinen ähnlich zu denken, weil sie das Horoskop nie vom Datum der Zeugung, sondern immer von Tag und Uhrzeit der Geburt abhängig machen. Auch sie scheinen das Erwachen des Geistes im Kind mit dem Moment des ersten Atemzuges zu verbinden.

Der Geist braucht den Körper, um Nahrung aufzunehmen. Diese Worte sind bildlich zu verstehen. Der Geist wird so lange inkarniert, bis er das Wissen der Gesetzmässigkeit erlangt hat. Danach wird er sich im geistigen Raum weiterentwickeln.

Der heranwachsende Körper wird beseelt. Der Geist findet seine Nahrung in der Seele, die das Bindeglied zum Körper ist. Die Seele erhält ihre Nahrung durch den Körper, der die Sinnesorgane für die Wahrnehmungen gebildet hat. Der Körper wiederum wird genährt durch die pflanzlichen, tierischen und mineralischen Elemente, die der Mensch aufnimmt. Die Verkettung kann so weiter ausgeführt werden.

Unser Körper ist endlich und zerfällt wieder nach dem Tod. Stirbt ein Mensch, trennen sich Seele und Geist vom Körper. Je nach Ausgeglichenheit und Befriedung des Geistes mit der Seele, beginnt jetzt der sogenannte, auch von den Kirchen als solcher bezeichnete, Leidensweg. Der Geist kann keine Nahrung von der Seele aufnehmen, da der Seele der Körper fehlt. Es kann wie ein Hungergefühl verstanden werden, das nicht mehr genährt wird. Der Geist verhungert, oder er versteht und verarbeitet seine Aufgaben. Schafft er das, löst der Geist sich danach wieder von der Seele und geht über in den Raum, in den geistigen Raum.

Freiheit ist Verantwortung

Wir sind freie Wesen, obwohl vieles schon vorgegeben ist. Freiheit bedeutet Verantwortung. Viele verwechseln Freiheit mit verantwort-ungslosem Handeln. Ich bin zwar frei, eine Entscheidung zu treffen. Wenn ich aber eine Entscheidung getroffen habe, muss ich dafür auch die Verantwortung tragen. Ich habe die Freiheit, keine Nahrung für meinen Körper aufzunehmen. Unterlasse ich dies, wird mein Körper eingehen und zerfallen. Daraus folgt, dass für freies Handeln die Zusammenhänge und die Gesetzmässigkeiten verstanden werden müssen. Anders gesagt: vor Entscheidungen muss man versuchen, die Kette der Gesetzmässigkeiten bis zur letzten Folge der Entscheid-ungen zu bedenken.

 
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